Medizinisch psychologische Untersuchung nach dem Waffenrecht an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf

Die medizinisch psychologische Untersuchung (MPU), welche seit dem 01.04.2003 für Sportschützen unter 25 Jahren vorgeschrieben ist, sofern sie nicht ausschließlich Waffen besitzen bzw. beantragen, die für olympische Disziplinen verwendet werden (kleinkalibrige Kurzwaffen, Büchsen und Einzelladerflinten), hat für breite Verunsicherung gesorgt. Nicht nur die Sportschützen sind verunsichert, sondern auch ein Großteil der Psychologen, da auch sie noch nicht wissen, wie eine ordentliche Untersuchung nach dem Waffengesetz auszusehen hat.

Viele Psychologen haben vorher noch nie etwas vom Waffengesetz gehört oder sind auch aus Haftungsgründen unsicher, wie ein solches Gutachten zu verfassen ist und welche Tests zu verwenden oder welche weiteren Informationen benötigt werden, um nicht im Falle einer Rechtstreitigkeit angreifbar zu werden oder durch andere negative Konsequenzen beeinträchtigt zu werden. Diese Meinung, verbunden mit einer Forderung nach Qualität und einer objektiven und nachvollziehbaren Begutachtung, teilen auch Mitarbeiter der deutschen Psychologenakademie im Fachverband deutscher Psychologen. Auch hier will man in jedem Fall verhindern, dass das Ansehen der Psychologen durch unsachgemäße Untersuchungen oder fehlerhafte Gutachten Schaden nimmt, weil entweder ein bisher unbescholtener Bürger unter nicht nachvollziehbaren Gründen "kriminalisiert" wird oder auf der anderen Seite ein sichtlich nicht geeigneter Mensch, durch fehlerhafte Testverfahren einen Waffe bekommt.

Die Lösung dieses Problems hat sich ein Forschungsprojekt an der Heinrich Heine Universität zum Ziel gesetzt. Hierbei sollen klare Begutachtungsrichtlinien und klare Vorgaben bezüglich der Qualifikation der Gutachter gerade auch im Hinblick auf das Wissen um den Schießsport und das Waffenrecht definiert werden.

Im Rahmen der Testphase und Probeläufe im November und Dezember werden nun freiwillige Probanden gesucht, die sich kostenfrei begutachten lassen. Die Begutachtung erstreckt sich über zwei Termine, wobei der erste Termin dazu dient Formalitäten zu klären (Einverständniserklärungen etc.) und erste Tests durchzuführen. Der zweite Termin beinhaltet eine Begutachtung in Form einer freien Exploration. Es können im November und Dezember ca. 20 - 30 Personen kostenfrei begutachtet werden. Diese Aufforderung richtet sich besonderes an Sportschützen, welche bereits im Besitz einer entsprechenden Waffe sind und ein Gutachten bis zum 01.04.2004 einreichen müssen aber auch an Sportschützen, die erst zukünftig entsprechende Waffen erwerben möchten. Nach der Testphase (November und Dezember) erhalten alle Teilnehmer kostenfrei ein standardisiertes Gutachten.

Interessierte melden sich bitte entweder telefonisch oder per Mail bei Yorch Neuser. Herr Neuser übt selber seit 1996 aktiv den Schiesssport aus und ist Mitglied im Vorstand des Schiessclubs an der Uni Düsseldorf 1971 e.V. im RSB.

Kontakt:
Yorck Neuser
E-Mail: yneuser@web.de
Telefon: (0211) 81-12273 (dienstlich) / (0211) 5048413 (privat)

Quelle : http://www.rheinischer-schuetzenbund.de/